Abgewiesene Asylsuchende / Requérants d’asile déboutés : Biel-Bözingen, Eschenhof-Gampelen und Aarwangen = Centres « de retour » / „Rückkehr“-Zentren

Leben auf dem Abstellgleis

Nothilfe – für ein Leben auf dem Abstellgleis
Gut 3000 abgewiesene Asylbewerberinnen und Asylbewerber erhalten in der Schweiz Nothilfe. Sie bekommen ein Dach über den Kopf, medizinische Grundversorgung und vier bis zwölf Franken pro Tag für Essen, Kleidung, Freizeit.
SRF Echo der Zeit 14.5.2019, von Max Akermann

Bei 8 Franken am Tag zum Nichtstun verdammt. Shewit Tesfay lebt ein Leben auf dem Abstellgleis. In Oberscherli bei Bern will man ihm und anderen Betroffenen helfen.
27. April 2020 Echo der Zeit
https://www.srf.ch/play/radio/popupaudioplayer?id=683fc93f-54c7-4f4d-9e9f-a0cbbb2d16ea



Gesucht: Private Unterkünfte für Abgewiesene.
Spenden / Donations :
Post-Konto 15-452576-2
IBAN: CH13 0900 0000 1545 2576 2, Alle Menschen / Tous les humains

Der Kanton erlaubt die private Unterbringung von Abgewiesenen. Aber er zahlt nichts dafür. Ausser der Krankenkasse und allenfalls der Beerdigung.
Gesucht sind nun Personen, welche ein Zimmer für eine Einzelperson zur Verfügung stellen UND – ev. gemeinsam mit andern – die Kosten für Verpflegung, Kleidung, Mobilität usw. übernehmen (ca. Fr. 5000.- / Jahr)
Ebenso gesucht sind Mit-TrägerInnen für Wohnungen für abgewiesene Familien. Dazu braucht es entweder eineN sehr grosszügigeN SponsorIn oder eine gemeinsame Trägerschaft mittels eines Vereins. Für eine Familie ist mit Kosten von mindestens Fr. 35’000.- pro Jahr zu rechnen für Wohnung und Unterhalt.
Auskunft: info@alle-menschen.ch oder info@giveahand.ch / http://www.ag-nothilfe.ch

Darf nicht bleiben – kann nicht gehen
https://vision2035.ch/darf-nicht-bleiben-kann-nicht-gehen/

Illégal ici – en péril là-bas

Der Artikel in „Vision 2035“ 2/2019, hier als pdf.
L’article en „Vision 2035“ 2 / 2019 comme pdf.

Und hier der Hintergrund dazu: https://vision2035.ch/briefwechsel/

Die Briefe mit dem SEM im Wortlaut siehe weiter unten
La correspondance intégrale avec le SEM voir en bas

La Commission fédérale des Migrations (CFM) a récemment publié un rapport au sujet des personnes qui n’ont pas obtenu de statut de séjour en Suisse suite à leur demande d’asile. Les demandeurs d’asile déboutés qui ont épuisé toutes les voies de recours sont exclus de prestations de l’aide sociale et ne reçoivent qu’une aide d’urgence.
https://latele.ch/emissions/diversite/diversite-s-2020-e-1?


„Un dispositif administratif est (était) mis en place : la technocratisation de l’asile s’élabore à travers un arsenal législatif, administratif, juridique, policier, bureaucatique et scientifique important.“
„L’élaboration des lois et leur mise en application autorisent une distinction pratique arbitraire. Les personnes migrantes illégalisées se touvent dans un seuil : elles sont maintenues à l’extérieur d’une société dans laquelle elles sont déjà incluses.“

Giada de Coulon, L’Illégalité régulière. Neuchâtel 2019, Éditions Antipodes. ISBN 978-2-88901-131-5. pages 25, 56.


Prof. Dr. iur. Alberto Achermann ist selbstständiger Rechtsanwalt, assoziierter Professor für Migrationsrecht Universität Bern, Präsident der Nationalen Kommission zur Verhütung von Folter.
Sein Beitrag erschien in: Die Schweiz 2030, La Suisse 2030, La Svizzera 2030″, 2018, Bundeskanzlei (Hrsg.), 2018, NZZ Libro. S.65/66


Nothilfe ist keine Hilfe

Von Daniel Winkler, Riggisberg, erschien der folgende Beitrag am 17. April 2019 im „Bund“ und im „Tagesanzeiger“:


„… leben hier im sogenannten Nothilferegime, mit minimalen Leistungen (Obdach und Nahrung), ohne Möglichkeiten der Teilhabe am gesellschaftlichen Leben, ohne Perspektive. “ Prof. Dr. iur. Alberto Achermann, Präsident der Nationalen Kommission zur Verhütung von Folter.

Alt Bundesrat Samuel Schmid:
„… Grund zur Skandalisierung ist es nicht, wenn wir vertriebene oder existenzbedrohte Menschen bei uns beherbergen und sie darin unterstützen, eine lebenswerte Zukunft zu finden. Wie unsere Vorfahren seinerzeit bei den Hugenotten. Zukunft ist nicht einfach Schicksal – man kann sich nämlich auch entschliessen, sie zu gestalten, für sich und zum Wohle anderer! – alle sind aufgerufen!“
Bieler Tagblatt vom 5. Juli 2019, Seite 29




Wieso gibt es überhaupt abgewiesene Asylsuchende, die nirgendwohin können und trotzdem keine (provisorische) Aufnahme erhalten?


Infos zu Neue Asylpolitik & Nothilfe / Information politique d’asile & aide d’urgence

Briefe an die verantwortliche Bundesrätin Karin Keller-Sutter – und die Antworten:

„Unsere Partei versucht immer zu unterscheiden zwischen Asylsuchenden, die an Leib und Leben bedroht sind. Dass diese nicht rückgeschafft werden können, ist klar. Wir wissen auch, dass die Tibeter sehr friedliche und nicht kriminelle Menschen sind …“ (aus dem Antwortbrief von Albert Rösti).
Bleibt die Frage: Weshalb erhalten sie dann keinen geregelten Status, sondern werden als illegale Abgewiesene auf Not“hilfe“ gesetzt?


Briefe an den Chef des SEM – und die Antworten:


Aktuelle Beiträge der „Republik“:

Tibeter können nicht in ihre Heimat zurück, und auch nicht legal in einen sicheren Drittstaat.
Und hier bleiben dürfen sie auch nicht. Wo sollen sie denn hin?
Les Tibétains ne peuvent pas retourner dans leur patrie, ni légalement dans un pays tiers sûr.
Et ils n’ont pas le droit de rester ici. Où sont-ils censés aller ?